
H. wurde irgendwo in Hamburg geboren. Nach diesem viel versprechenden Start musste er seine gesamte Jugend in Pinneberg verbringen. Seitdem hat er schlechte Laune. Dass er zwecks Studiums ostasiatischer Weisheiten nach Duisburg ziehen musste, machte die Sache nicht besser.
Nach einem entbehrungsreichen Vierteljahrhundert in der Diaspora ließ sich H. vor vier Jahren in Hamburg nieder. Aufgrund eines längeren Aufenthalts in New York erscheint ihm die Elbmetropole inzwischen jedoch ähnlich fade wie Pinneberg. Er hat folglich immer noch schlechte Laune.
Zur Stimmungsaufhellung liest H. in seiner Freizeit Lovecraft, Baudelaire sowie Franzen und hört alte Waveplatten. Sein Hauptinteresse gilt den dualistischen Religionen des Mittelalters im Allgemeinen und der Weltverschwörung katharisch-großkapitaler Technokraten und anderer unwägbarer Archonten im Speziellen. Ferner erforscht er kabbalistische Anrufungen, vermittels derer sich die täglichen Schlusskurse des Dax vorhersagen lassen.