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26.5.

Miststück des Monats Mai – Beyoncé feat. Kendrick Lamar: »Freedom«

Kolumne von Manfred Prescher

Das geht nun eigentlich gar nicht. Ich soll, meint mein Mentalcoach, einfach die Tastatur Tastatur, den Herrgott einen guten Häuptling sein und überhaupt mal einfach alles loslassen. Dann käme es – die Ideen, der Reichtum, die Herzensdame – von selber wieder. Und man würde sich weniger ausgelaugt fühlen. Der Mann hat gut reden, schließlich steht er einfach so bei mir im Türstock, verlangt Einlass und einen Tee mit einem Schuss Lebensfreude. Dabei spricht er von Freiheit, die ich mir nehmen müsse und meint dabei ganz sicher seine Freiheit, hier bei mir abzuhängen und mich mit kolossal wichtigen philosophischen Lebensweisheiten zu konfrontieren. Also reden wir von Freiheit. Deren Ausgestaltung hat sich seit Proudhon und Bakunin grundsätzlich verändert, sprich individualisiert. Denn nun meint jeder, dass er sich möglichst gut entfalten können und möglichst unangefochten vom Rest der Menschheit das Survivaltraining in den entlegendsten Winkeln der persönlichen Südsee vorantreiben müsse. Getreu dem Motto: »Lasst mich hier rein, ich bin mein Star«. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an Max Goldt, der mal – zur Zeit von Foyer des Arts – reimte: »Die zweite Frage lautet ‚was ist super? Wen super finden oder selber super sein? Wen super finden, denn wer selber super ist, ist meist allein'«. [Kolumne lesen]

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18.4.

Miststück des Monats April – Pink Floyd: »The Great Gig In The Sky«

Kolumne von Manfred Prescher

Letzte Nacht träumte ich davon, dass ich ein ziemlich schmähliches Gedicht gegen Recep Tayyip Erdogan verfasst hätte. Am liebsten hätte ich es in meiner Radiosendung vorgetragen – aber ein blonder Engel hielt mich noch während des Schlummers davon ab. Dabei wollte ich mich, wie ich mich nachhaltig erinnere, eigentlich gar nicht gegen den Obermufti von Ankara auflehnen oder ihm ans hochwohlgeborene Bein pinkeln, sondern dem Jan Böhmermann mal zeigen, wie man bessere Reime findet und sie in das richtige Versmaß einbringt. Aber dann wachte ich auf und die Welt hat sich gleich im Raumschifftempo weitergedreht. Denn mein Mentalcoach rief an und fragte, warum ich den Termin mit ihm verschwitzt hätte. Ich sagte, halb wahrheitsgemäß, dass ich beim Dichten oft die Zeit vergäße, vergaß aber zu erwähnen, dass ich während des Schmiedens von lustigen Endreimen noch vor mich hingeratzt hatte. Der Mann muss ja nicht alles von mir wissen, der weiß eh schon mehr von mir als mir oft lieb und recht ist. [Kolumne lesen]

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14.3.

Miststück des Monats März – Macklemore & Ryan Lewis feat. Leon Bridges: »Kevin«

Kolumne von Manfred Prescher

Kevin? Das ist doch der kleine Knubbel aus den »Ich unverbesserlich«-Filmen? Der Zweiäugige unter den Gelben? Und damit einer der letzten Latzhosenträger nach dem Ableben von Peter Lustig? Ja, das auch. Aber »Kevin« heißt auch die neue Single des aus der Grunge-Hauptstadt stammenden Rappers Macklemore und von Ryan Lewis, seinem Partner an den Reglern, die die Welt bedeuten. Was dieser »Kevin« anstellt, wenn er alleine zuhause ist? Schon beim ersten Ohrenschein schwant mir: »Nix Gutes«. [Kolumne lesen]

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2.2.

Miststück der Woche IV/53 – David Bowie: »Lazarus« – Teil 3

Kolumne von Manfred Prescher

Mit der Vergangenheit hat Bowie eigentlich immer in dem Moment abgeschlossen, als sie von der Gegenwart überholt wurde. Das Gestern war für ihn heute schon weit weg, findet Manfred Prescher – und nähert sich seinem Lieblingskünstler trotzdem aus der Rückansicht. Wenn man mal davon absieht, dass Bowie vor seinem Tod noch richtig fleißig war und uns dementsprechend noch einige Werke bevorstehen, wie Produzent Tony Visconti nicht müßig wird, zu betonen, dann ist das auch der einzige Weg, sich einem zu nähern, der nie greifbar war – und es gerade jetzt auch nicht werden wird. [Kolumne lesen]

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26.1.

David Bowie: »Lazarus« – Teil 2

Kolumne von Manfred Prescher

Was wäre wohl aus Manfred Prescher geworden, wenn es David Bowie nicht gegeben hätte? Das lässt sich natürlich nicht sagen. Was man aber sagen kann ist, dass der Kolumnist praktisch alle Kapriolen des von ihm sehr verehrten Künstlers unmittelbar nachvollzogen hat. [Kolumne lesen]

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13.1.

David Bowie: »Lazarus« – Teil 1

Kolumne von Manfred Prescher

David Bowie ist tot und jeder muss irgendwie seinen Senf dazu geben. Das ist natürlich völlig klar – der Mann ist schließlich eine Ikone. Vielleicht, so Manfred Prescher, lässt sich das Besondere an diesem Künstler durch eine persönliche Kolumne besser herausarbeiten als durch weitere Songlisten und Lieblingslieder. [Kolumne lesen]

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17.11.

Warum man Klassentreffen nur mit viel Glück überlebt

Kolumne von Holger Uhlig

Mein Auto, mein Haus, meine Jacht – bei unseren Klassentreffen gibt es das zum Glück nicht. Ich hoffe allerdings immer, es wird nicht wie: »Opa erzählt schon wieder aus dem Krieg«. Wenn man dann aber dort ist, kommen die altbewährten Erinnerungsmarathons, man lacht gemeinsam über die aufgewärmten Geschichten und hofft den Abend ohne die Erwähnung all seiner eigenen Peinlichkeiten zu überleben. [Kolumne lesen]

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