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16.08.05

Thomas Hillenbrand

Ultimativer Plan zur Spaltung Deutschlands

Edmund Stoiber möchte sämtlichen Ostdeutschen das Wahlrecht entziehen und sie hinter einem Zaun wegsperren. Das hätte seiner Ansicht nach den Vorteil, dass PDS-Wähler und Mauler aller Couleurs draußen bleiben. Und außerdem könnte er dann vielleicht doch noch Kanzler werden.

Der Vorschlag hat Charme, ist aber mal wieder sehr schlecht durchdacht. Wir können den Osten nur dann zurückgeben, wenn wir vorher einen Gebietstausch beschließen. Es gibt schließlich ein paar Dinge, auf die wir in Hamburg, München und Köln nicht mehr verzichten können. Und ein paar Dinge, die wir schon lange loswerden wollten. Hier (endlich!) ein durchdachter Teilungsplan für Deutschland:

  1. Die Ostzone fliegt raus.
  2. Statt einer Mauer wird zur Abtrennung ein Maschendrahtzaun errichtet.
  3. Folgende Gebiete werden als Exklaven Westdeutschland zugeschlagen: Berlin Mitte, Berlin Prenzlauer Berg, Beelitz und Umgebung, die Dresdner Innenstadt sowie alle Mecklenburg-Vorpommernschen Kreise, die an der Ostsee liegen. Ferner sämtliche mit unserem Soli renovierten Autobahnen. Dort freie Fahrt für Wessis, Benutzung durch Ostbürger nur gegen Maut.
  4. Zum Ausgleich werden folgende Gebiete der »New DDR« zugeschlagen: die Innenstädte von Saarbrücken, Gelsenkirchen und Dortmund. Weiters ganz Franken, Rheinland-Pfalz, Sprockhövel sowie der Kreis Pinneberg. Zur Anbindung dieser Gebiete an den Osten lässt die BRD ein letztes Mal Geld springen und baut Tunnel, die von den fraglichen Gebieten aus in den Osten führen und sämtlichst in Erfurt konvergieren.
  5. Oskar Lafontaine muss nach Frankfurt/Oder ziehen und in Polen als pendelnder Fremdarbeiter seine Brötchen verdienen.

Ich glaube, das wäre für alle das Beste.

Diese Kolumne erschien zuerst am 12.08.2005 unter http://www.evilhell.net/?p=240

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