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11.06.10

Raymund Krauleidis

Jetzt geht's los ...

10 Dinge, die Sie vor 16 Uhr geregelt haben sollten:

  1. Vergewissern Sie sich, dass die Rückstände der Aschewolke dem vierwöchigen Urlaub, den Sie Ihrer Frau und Ihren Kindern spendiert haben, keinen Strich durch die Rechnung macht. Quartieren Sie Ihre verständnislosen Mitbewohner notfalls bis zum 11. Juli bei Ihren Schwiegereltern ein.
  2. Erledigen Sie die notwendigen Einkäufe. Der nächste spielfreie Tag ist schließlich erst am 30. Juni (siehe 3) ...
  3. Befreien Sie den Kühlschrank von unnötigem Ballast! Spenden Sie sinnlose Platzverschwender wie Tofu, Buttermilch oder Gemüse jeglicher Art an die nächstgelegene »Tafel« und befüllen Sie Ihr Kühlaggregat anschließend bis zum Rand mit einer Gerstensaftsorte Ihrer Wahl (siehe 2.). Achten Sie drauf, dass es sich bei der entsprechenden Brauerei um einen »offiziellen Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft« handelt!
  4. Falls Sie bis zum 30.06. doch einmal versehentlich Ihre mittlerweile zum WM-Studio umfunktionierte Wohnung verlassen sollten: Dekorieren Sie Ihr Auto um! Karosseriewerkstätten in Ihrer Nähe finden Sie in den gelben Seiten. Hüten Sie sich dabei jedoch vor italienisch anmutenden Namen und den Farben Grün und Weiß ...
  5. Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit Ihrer Vuvuzela. Begeben Sie sich hierfür zur nächstgelegenen Großbaustelle und tröten Sie möglichst selbstbewusst gegen die sich dort im Einsatz befindlichen Presslufthämmer an. Hören Sie diese immer noch, hat man Ihnen wohl versehentlich eine Blockflöte aufs Auge gedrückt!
  6. Informieren Sie Ihre Nachbarn, dass es in den kommenden vier Wochen ein wenig lauter werden könnte als gewohnt.
  7. Schauen Sie auf dem Globus nach, wo die Länder Australien, Serbien und Ghana liegen und zeigen Sie sich beeindruckt – weshalb auch immer...
  8. Haben Sie genügend Kleingeld im Haus? Das Phrasenschwein ist schließlich unerbittlich ... Halten Sie sich ansonsten mit sinnfreien Kommentaren wie »Den hätte selbst meine Oma reingemacht!« oder »In England pfeift das doch kein Schiri!« ein klein wenig zurück.
  9. Kramen Sie Ihr verschrumpeltes Deutschland-Trikot aus der entlegensten Ecke Ihres Kleiderschrankes hervor.
  10. Kontaktieren Sie Ihre Gattin und flehen Sie sie an, sofort zurückzukommen. Schließlich wollen Sie das erste Deutschland-Spiel doch nicht in einem ungebügeltem Trikot verfolgen, oder?! Besorgen Sie als Gegenleistung etwas Tofu, eine Buttermilch sowie ihr Lieblingsgemüse. Spenden Sie das überflüssige Bier der »Tafel« und laden Sie für kommenden Sonntag Ihre Schwiegereltern ein (bzw. Ihre Kumpels aus) ...

Kolumnen.de wünscht allen Lesern einen erfolgreichen Start in die WM! Vergessen Sie in den kommenden vier Wochen aber bitte nicht, worauf es im Leben wirklich ankommt:

Das Runde muss ins Eckige ...



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Raymund Krauleidis

Raymunds Nachname Krauleidis birgt schon das erste Missverständnis in sich: Er ist nämlich nicht – wie viele vermuten – griechischen Ursprungs, sondern kommt aus Litauen und bedeutet [..]

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